zurück<<

Privatisiertes

Frankfurt

Gentechnologie

Patentierung von Leben

Bevölkerungskontrolle

Verwertungsideologie

Anpassungsdruck

Armut

EXPO2000

HANNOVER

Das EXPO Motto: Mensch Natur Technik ,

der Anfang vom Ende der Wahrhaftigkeit!

Mit einigen Seitenblicken auf die Effekte vor Ort und Einbettung in die allgemeine Erscheinung: Globalisierung "von oben", statt weltbürgerlichen Bewußtseins "von unten".

Fragwürdigkeiten und Denkanstösse zur EXPO, die Weltaustellung als Leistungsschau der globalen Akteure und die Früchte solcher Saat in Frankfurt

Denn: ist Nachhaltigkeit per se gut?

Nachhaltigkeit ist gewissermaßen der Zentralbegriff für die Darstellung und Verknüpfung des Dreisprungs: Mensch Natur Technik . Daher wird die Frage erlaubt sein, denn nach lexikalischer Auskunft bedeutet das Wort nicht mehr aber auch nicht weniger als: von andauernder Wirkung, gründlich. Aber eine solche kann bekanntlich vorteilhaft, als auch - und das ist der Haken-: nachteilig sein, mithin gründlich in die Hose gehen.

Was also wollen eifrige Pressereferenten von kommunalen als auch staatlichen Stellen, Politiker und EXPO-Mitarbeiter aussagen, wenn sie ihre Prospekte salbungsvoll von Nachhaltigkeit im allgemeinen, nachhaltiger Entwicklung im besonderen sprechen lassen?

Überdies in Kontexten wie Gentechnik, Molekularbiologie (Stichwort: Klonung, Gen - Tomate), Hirnforschung, Atomenergie und allerhand anderer technologischer "Finessen" zur Bewältigung sogenannter globaler Probleme sollte mensch aufhorchen, wenn ein so schillernder Begriff wie jener von der Nachhaltigkeit auftaucht. Außerdem stehen diese im engeren Sinne technischen Konzepte zur "Weltverböserung" selbstredend nicht im Vakuum zur Abholung bereit, sondern im Zusammenhang mit gesellschaftspolitischen Vorstellungen von zukünftiger Entwicklung. Insbesondere in den Bereichen Ordnung, Sicherheit und gewiss auch sozialer Sicherheit und Wohlfahrt zumindest für all jene, die den Gen Maisbrei unversehens schlucken, ihren Arbeit"geber" für die Freundlichkeit unterjocht zu werden noch mit einem kleinen Entgelt ausstatten und bei alledem stets allzu freundlich in die Überwachungskamera lächeln mögen.

Selbstorganisieren/

Selbsthandeln/

Selbstverantworten

Spannungsfeld: Philosophie der EXPO: ungebremste Macht des Marktes Motivarion der teilnehmenden registrierten Projekte

"hinter der Trommel her trotten die Kälber das Fell für die Trommel das liefern sie selber"(B.B. Kälbermarsch). Zu guten Teilen ist nichts gegen die Menschen und substantiellen Ideen hinter den vereinahmten Projekten(Wulkow,Windräder) zu sagen.

Gleichwohl ist zu bedenken, daß die Expo als eine Leistungsschau des Turbo-Kapitalismus daherkommt. Dessen Globalisierungscredo leider bei der Bewegugnsfreiheit der Finanzströme und zugehöriger Oligarchien aufhört.

Auf die Gemeinschaft angewiesene, perspektivlose Menschen, ohne lokale Alternative werden von allen gepriesenen Genüssen ausgeschlossen. Andererseits werden ganze Weltregionen noch in Mitverantwortung genommen für Phänomene deren Ursprung und Kulminationspunkt gerade diesseits der Wohlfahrtsgrenzen liegen. Stichworte: Überbevölkerung, Umweltverschmutzung.

All dies wird begleitet durch punktuelle Einsicht ausbildungspolitischer Fehlplanung und nun anknüpfender Handlungsnotwendigkeit: solange Inder als Inder kommen, scheitern sie an der EU-Aussengrenze, werden sie hingegen als Funktionsträger gebraucht, erhalten sie eine staatliche Einladung; ohne freilich wirklich willkommen zu sein (Stichwort: Familiennachzug, begrenzter Aufenthalt).

EXPO-Lösung: vermarktungsfähige Technologien (Gentechnik, Atomenergie) und Marktgesetze anstatt internationaler Solidarität und gemeinschaftlicher Gestaltungsmacht.

Selbstentleibung der Kommunen als Beitrag zur marktförmigen "Selbstzucht", Abschied von politischen Einflussmöglichkeiten.

Soll nunmehr die Expo gar als Messe im Ursinn in Anspruch genommen werden, um das eigene Fell zu Markte zu tragen? Ist es mit dem Ruf nach Selbstorganisierung/Selbstverwaltung soweit gekommen, daß die Sklaven sich selbst vermarkten Ausverkauf der Stadt!

Privatisiertes

Frankfurt

die Beherrschung verlieren/

für eine solidarische

Gemeinschaft

 

Eine Stadt verkauft sich.

wen interessierts und wen gehts was an?

Der Haushalt soll ausgeglichen werden das ist einsehbar, das Problem ist die Art und Weise auf die das geschieht:

Mit einem Bild gesprochen scheint es so als wenn der Bauer seinen Acker verkauft, um mit dem Erlös seinen Traktor zu bezahlen.

Statt sich auf andere Spar- oder Einnahmemöglichkeiten zu besinnen, wird zur kurzfristigen Lösung der überspannten Haushaltslage das Tafelsilber verscherbelt. Damit liefert die Stadt sich selbst und ihre Einwohner den Marktzwängen aus.

Beispiel Klinikum, dessen Verkauf hätte nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen in der Krankenversorgung selbst, sondern auch bei Zulieferanten aus der geschwächten Region in erheblichem Ausmass zur Folge.

Wie verhalten sich Stadtverordnete dazu?

"Ach zwei Seelen wohnen in meiner Brust" (J.W.G.). Kann ein Arbeitnehmervertreter es mit sich vereinbaren, als Vorsitzender des Ausschusses für Haushalt und Finanzen dem zu zustimmen? Oder kollidieren da nicht die Interessen?

 

FfO

gag-ffo@gmx.de

zum Anfang

 

zurück<<